Weg

LEO e.V. ist aus dem innerkirchlichen „Arbeitskreis Befreiende Seelsorge in Deutschland“ (ABSiD) hervorgegangen und wurde in seiner jetzigen Form  am 23.03.1991 als gemeinnütziger und mildtätiger Verein gegründet.

Am 13.05.1991 wurde der Verein beim Kreisgericht Sangerhausen unter der Reg.-Nr. VR 230  eingetragen und am 11.06.1991 vom Finanzamt Sangerhausen unter der Steuer-Nr.: Gem.L.Nr. 81/91 DP 240 anerkannt.

Die ersten Wurzeln der Vereinsarbeit reichen bis in die 1970er Jahre zurück, als die Seelsorgearbeit als kirchliches Angebot des – in Bennungen eingesetzten und inzwischen pensionierten – Pfarrers Bernhard Ritter entstand. Auf Ermutigung der Kirche hin absolvierte Pfarrer Ritter 1983 – 1986  eine pastoralpsychologische Weiterbildung, um Ratsuchende hilfreicher begleiten zu können. Nach ca. 40 Jahren Seelsorgeerfahrung kann er inzwischen auf einen reichen Erfahrungsschatz zurückgreifen.

Vor der politischen Wende war die Seelsorgearbeit Teil des innerkirchlichen „Arbeitskreis Befreiende Seelsorge in Deutschland“.  Seit 1991 bekam die Seelsorgearbeit durch Gründung des Leo e.V. eine neue Struktur und bildet bis heute einen Schwerpunkt der Vereinsarbeit.

Einen zweiten Arbeitsbereich bilden sehr verschiedene Projekte, welche in den 1990er Jahren noch stark durch unsere Baustellen und Arbeitsprojekte zum Thema „Traditionelle Handwerkstechniken“ geprägt waren. 1995 beschloss LEO e.V., in Bennungen ein „Zentrum für Bildung, Erholung und Lebensberatung“ einzurichten. Mit dem Projekt “Erhaltung historisch wertvoller Bauwerke” (Sanierung baufälliger Fachwerkbauten im Ortskern) sollte ein hoffnungsvolles Signal gesetzt werden, auch wenn die Region im wirtschaftlichen Sinne viele Herausforderungen zu bewältigen hat. In dieser Phase fanden viele Jugendprojekte, AB-Maßnahmen, Workshops, Camps und Arbeitseinsätze des Vereins statt, welche die Region und unsere Gemeinschaft bereicherten. Die Bauphase wollen wir nicht als notwendiges Übel verstanden wissen, sondern als wertvolle Herausforderung zum Kennen- und Gestaltenlernen ganz neuer Themenbereiche und als Zuwachs von Lern-, Freizeit- und Arbeitsmöglichkeiten. (vgl.: Häuser)

Mit Abschluss der Bauphase änderten sich auch unsere Projekte: Inzwischen sind es fast ausschließlich freizeitpädagogische Angebote wie bspw. „Färben mit Naturmaterialien“,  „Vom Korn zum Brot“, „Textiles Gestalten“, „Arbeiten mit Ton“ usw., die das soziale Miteinander von Menschen der Region stärken sollen.

Offene Bildungsangebote wie Ausstellungen, Seminare, alpha – Kurse, Vorträge zu gesellschaftlich relevanten Themen und Konzerte finden in Zusammenarbeit mit der Kirchengemeinde statt.

Unsere Gästehäuser (Rittergut und Birkenhof) und die Töpferwerkstatt öffnen wir für Menschen verschiedener Altersgruppen und deren ReferentInnen, welche zwar meist keine Vereinsmitglieder sind, unsere Ziele der Begleitung von Menschen, Stärkung der Persönlichkeit und christliche Werte aber teilen.