Kulturelle Angebote für Kinder, Jugendliche und Erwachsene

Hier werden als Beispiel für kulturelle Angebote einige Veranstaltungen vorgestellt, die im Rahmen und Räumen des Leo e.V. (teilweise in Kooperation mit der Kirchengemeinde) stattgefunden haben und Ausdruck unserer Arbeitsweise sind.

Im Unterschied zu unseren Freizeitangeboten für Kinder und Familien liegt der Fokus hier mehr auf Bildung und Projektarbeit. Die hier vorgestellten Veranstaltungen und Projekte sind den jeweiligen Häusern zugeordnet.

 

Projekte im Birkenhof

Folgende Räume hat der Birkenhof zur Umsetzung der stattfindenden Projekte: 1 Seminarraum (dazu gehört der geräumige Gemeindesaal der Kirchengemeinde im Pfarrhaus), 1 Speiseraum, 1 Küche, Toiletten, geräumiger Hausflur, 1 Gästezimmer im Obergeschoß und eine Töpferwerkstatt im Anbau.

Unter der Überschrift „Alte Handwerkstechniken“ fanden mehrere Projekte statt, z.B. „Spinnen mit Schafwolle“ oder „Ausfachung von Fachwerk in Flechttechnik und Lehm“. Zusätzlich nutzte das CJD Sangerhausen ein Jahr lang die Möglichkeiten des im Bau befindlichen Birkenhofes, um mit benachteiligten Jugendlichen alte Bautechniken zu erlernen und zu praktizieren. Mit Fertigstellung des Birkenhofes entstand neuer Raum als Voraussetzung für die Kinder – und Jugendarbeit: Mehrmals folgten Projekte „Färben mit Naturmaterial und Weben“.

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In der Birkenhof-Küche werden im Kinderprojekt „Aus dem vollen Korn zum Brot“ von Kindergartengruppen und Schulklassen Brötchen selbst gebacken. Ein Besuch in der Dorfmühle ist bei solchen Projekten eine sinnvolle Ergänzung. Schüler der Schule Roßla lernten in einem halbjährigen Kurs „Vom Korn zum Brot“ backen, aber auch kochen. Dazu gehörte eine kleine Kräuterschule und der Anbau eines Kräuterbeetes.

Birkenhofküche
Küche im Birkenhof

Zum alljährlichen Weihnachtsmarkt in Bennungen trägt LEO e. V. ein Kinderprogramm bei. Kerzen ziehen, basteln, Pfefferkuchenmänner backen, Papiertheater oder Geschichten vorlesen – das alles findet im Birkenhof statt, während Eltern, Großeltern und Gäste dort Kaffee trinken können. Die Dorffrauen sorgen für ein großzügiges Kuchenbuffet.

In der Birkenhof-Töpferwerkstatt finden unter der Leitung von Töpferinnen und Pädagoginnen (Ursula Knopf, Regina Bernstein, Sibylle Calame) regelmäßige Töpferprojekte und wöchentliches Töpfern mit Frauen der Region statt. Auch Kindergarten- und Hortgruppen nutzen diese Möglichkeit.

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Elke Henßchen kommentiert: „Im Rahmen der Sommercamps und ebenso in den Winterferien wurden verschiedene Töpferprojekte mit Kindern und Jugendlichen durchgeführt. Verschiedene Töpfertechniken kamen zum Einsatz. Es wurde mexikanisch und afrikanisch getöpfert, die Platten-, Aufbau- und Überformtechnik angewandt. Dies geschah ganz individuell und wurde auf das zu gestaltende Objekt abgestimmt. Auch die farbliche Gestaltung fand mit verschiedenen methodischen Mitteln statt. Es wurde mit Engobe oder Glasur bemalt. Um alle Sinne der Klientel anzusprechen, ging es nicht allein um die Arbeit mit dem Werkstoff Ton, sondern es wurde auch der Rahmen dementsprechend gestaltet. So wurde zum Beispiel mexikanisch gekocht, Tee getrunken und es gab passende Musik und Geschichten dazu. Die Werkstatt des Birkenhofes ist ein idealer Ort für solche Projekte.“

Projektmitarbeiter und – leiterinnen sind unter anderem:

Birgit Patzschke: Gemeindepädagogin, Mitglied im Gemeindekirchenrat und LEO e.V.

Ursula Knopf:  Dipl.-Pädagogin für Wirtschaft, Technik, Hauswirtschaft, Rechtskunde. Mitglied im Gemeindekirchenrat Bennungen

Jochen Knopf: Dipl.-Pädagoge für Wirtschaft, Technik, Sozialkunde.

Dorothea Walter: Heilerziehungspflegerin in Altersteilzeit

Elke Henßchen: Bachelor Bildung und Erziehung, Master Soziale Arbeit, Leiterin eines Schullandheimes und Kinderbeauftragte für den Altkirchenkreis Hoyerswerda

Töpferinnen:  Regina Bernstein, Sibylle Calame

Elisabeth Ritter; Hochbauzeichnerin; jetzt Rentnerin, Ansprechpartnerin für Projektorganisation

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Beispiele für Veranstaltungen im Rittergut

Im Rittergut gibt es folgende Räume: 5 Schlafräume mit Nasszellen und insgesamt 16 Betten. Im Obergeschoß gibt es einen großen Kaminsaal mit Bibliothek mit für bis zu 50 Sitzplätzen.

Obwohl das Rittergut als Gästehaus eher für Freizeiten genutzt wird, finden hier auch Veranstaltungen statt, vor allem Konzerte wie Klavier- und Chorkonzerte mit Hannelore Friedrich oder Kulturabende wie bspw. mit Katie Fagotti, aber auch Feste und Vorträge durch eingeladene Referenten.

Kaminzimmer
Blick in das Kaminzimmer des Rittergutes

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Beispiele für Veranstaltungen in der Kirche

Aufgrund der Vereinbarung mit der Kirchengemeinde wird die Kirche regelmäßig für die Seminare und sonstigen Veranstaltungen des LEO e.V. mitgenutzt. Für die Kinder- und Jugendarbeit ist dabei der große überdachte Raum von großem Gewinn. Die Wände wurden 2002 für Ausstellungen mit Seilspanngarnituren ausgestattet. Ausstellungen sind in der Regel täglich geöffnet und werden durch Ehreamtliche betreut. Wunsch auf Führungen sollten angemeldet werden. Über einige Ausstellungen berichtete die Regionalzeitung mz.

Ausstellung „Lust auf Farben“ – Färben mit natürlichen Stoffen ohne Gifte. Künstlerin: Dorothea Fischer aus Hamburg. Führungen für Schulklassen mit speziellem Fragekatalog. 2 Konzerte im Rahmen der Ausstellung.

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Ausstellung: „Verflechtungen“ – Papiercollagen und Keramik. Künstlerin: Mechthild Magerl. 1 Konzert im Rahmen der Ausstellung.

Foto – Ausstellung mit Naturbildern aus Isreal: „Von Anbeginn“. Fotos von Shai Ginott. Eine Ausstellung der Öffentlichkeitsarbeit des Außenministeriums von Israel. Schirmherr: Prof. Dr. Wolgang Böhmer. 2 Konzerte im Rahmen der Ausstellung.

Ausstellung Papierbatik, Bucheinband, Plastik, Grafik. Künstler: Gerlinde Gerth, Uta Weisselberg, Erich Sperling. 1 Konzert im Rahmen der Ausstellung.

Ausstellung „Im Wandel der Zeit“. Veränderungen im dörflichen Leben. Mehrere Konzerte im Rahmen der Ausstellung.

Foto-Ausstellung „Historische Fotografien von Bennungen“ anlässlich der 900 Jahrfeier. Konzerte im Rahmen der Ausstellung u.a.

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Beispiele für überregionale Angebote – Jugendprojekt „Ein Land hat viele Gesichter“ und Bildungsreise nach Israel

Der Verein LEO e.V. legt als einen Schwerpunkt seiner Arbeit Wert auf die Pflege der Kontakte zu lsrael und Veranstaltung zur Information über die Geschichte des Landes. So wurden im Laufe der Jahre die verschiedensten Wochenendveranstaltungen und Seminare unter das Thema lsrael gestellt, Ausstellungen lsraelischer Kunst (Malerei, Fotografie) und Kultur (die Menorah vor der Knesset) gezeigt und Vorträge gehalten.

Auch wurden verschiedene Reisen nach lsrael durchgeführt – 2009 und 2010 auch Jugend-Bildungsreisen im Rahmen des Bundesprogrammes „Vielfalt tut gut“ unter dem Projekttitel „Ein Land hat viele Gesichter“ (Projektphasen siehe weiter unten).

Vorbereitend hielt Motke Shomrat im August 2009 in Neinstedt, Eisleben und Magdeburg sowie in Kooperation mit der Heinrich Böll Stiftung in Merseburg Vorträge an Schulen, die in das Thema einführten und zur Teilnahme an der Bildungsreise einluden. Die jugendlichen Interessenten trafen sich vor Antritt der Reise, erhielten Reiseinformationen und den Auftrag, einen Kurzvortrag zu einem Themenbereich inhaltlich vorzubereiten. So erarbeiteten die Teilnehmer schon im Vorfeld Informationen zum Thema. Zur Verinnerlichung der Bildungsinhalte stellte jeder Jugendliche während der Reise seinen Kurzvortrag vor und trug auf diese Weise zur Auseinandersetzung mit den Themen bei. Reisebegleiterin und Referent leiteten die anschließende Reflexion der Themen in Diskussionsrunden. Die verschriftlichten Ergebnisse wurden von der Reiseleiterin zusammengefasst und allen Teilnehmer/innen zur Verfügung gestellt.

Ziel der Reisen war ein breiteres Verständnis für die komplizierte Situation im Nahen Osten. Die Jugendlichen sollten sich in die unterschiedlichsten Aspekte des Landes in ihrer Vielfältigkeit und dem daraus erwachsenden Spannungsfeld hineindenken und die Informationen intensiv reflektieren. Dazu gehörten u.a., lsrael als Zentrum der großen Weltreligionen, als wirtschaftlich und historisch umkämpften Bereich, als Einwanderungsland mit stark begrenzten Siedlungsmöglichkeiten – und die deutsche Verantwortung im Hinblick auf den Holocaust (Besuch von Yad Vashem) zu verstehen.
Es ist Anliegen des Vereins, mit der Beschäftigung vor Ort den Horizont der Teilnehmer im
Hinblick auf die verschiedenen Konflikte und Probleme des Landes zu erweitern. Dabei sollen unsere Beziehungen und Verantwortungen überdacht werden, ohne moralische Forderungen zu stellen.

Projektstufen:

  1. Vorträge in Schulen.
  2. Besuch der Synagoge Eisleben.
  3. Besuch des jüdischen Museums in Berlin.
  4. Jugendreise nach Israel

Projektorganisation und Reiseleitung: Regine Hartkopf, Dipl.- Architektin und Dombaumeisterin

Referent und Reiseführer: Motke Schomrat (1935 – 2015), überlebte die Judenverfolgung im 3. Reich im KZ Mechlen/ Belgien und emigrierte nach Israel. Erhielt als israelischer Reiseführer 1995 für seine Verdienste (Versöhnung zwischen dem jüdischen und deutschen Volk) das Bundesverdienstkreuz.

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